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Verwertung ausgedienter Rotorblätter

Die Rotorblätter einer abgebrannten Windkraftanlage in Lahr zieht das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal als Forschungsobjekt heran. Wie lassen sich die einzelnen Bestandteile des Verbundmaterials wieder voneinander trennen, lautet die Frage.

Die Rotorblätter einer abgebrannten Windkraftanlage in Lahr zieht das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal als Forschungsobjekt für die Verwertung von Verbundwerkstoffe heran. Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen zu einem erheblichen Anteil aus Glasfasern.

Zusammen mit Kunstharzen, Lacken, Schäumen und leichtem Tropenholz bilden sie eine nur unter großem Aufwand lösliche Verbindung. Die Blätter sollen über Jahrzehnte allen Witterungseinflüssen trotzen.

Was während der Nutzungszeit ein unabdingbarer Vorteil ist, wird bei der Entsorgung der Blätter zu einer der zentralen Herausforderungen: Wie lassen sich die einzelnen Bestandteile wieder voneinander trennen, damit sie erneut eingesetzt werden können?
„Basierend auf Vorversuchen haben wir ein Patent für die Zerkleinerung von Windkraft-Flügeln durch Sprengstoffe eingereicht“, berichtet der Molecular-Sorting-Projektleiter Prof. Jörg Woidasky aus Karlsruhe. „Was uns fehlte war die Möglichkeit, unsere Ideen anhand eines realen Flügels überprüfen und konkretisieren zu können.“ Da kam der Schadensfall der Anlage in Lahr zur rechten Zeit.

Quelle und vollständiger Artikel: www.ict.fraunhofer.de/de/presse_medien/pressemitteilungen/2013/meldung15.html

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