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Karlsruhe setzt auf Ökostrom

|   Erneuerbare

Mit Strom aus erneuerbaren Energien lässt die Stadt Karlsruhe künftig ihre Gebäude und die Straßenbeleuchtung versorgen.

Die konsequente Umstellung auf Ökostrom betrifft rund 950 städtische Gebäude und Liegenschaften. Auch die öffentliche Straßenbeleuchtung und das Klärwerk werden in Zukunft umweltfreundlich stromversorgt. „Wir gehen mit gutem Beispiel voran und möchten unserer Vorbildrolle in einem klimaaktiven Karlsruhe weiter Nachdruck verleihen“, betont Umweltbürgermeister Klaus Stapf. Berechnungen zufolge führt die Maßnahme zu einer CO2-Einsparung von 23.500 Tonnen.

„Die Umstellung auf erneuerbaren Strom ist also kein ‚symbolisches Feigenblatt‘, sondern eine sinnvolle Ergänzung unserer Klimaschutzbemühungen“, so Stapf.Was allerdings mit Mehrkosten verbunden ist. Bei einem jährlichen Strombedarf von derzeit rund 51 Millionen Kilowattstunden muss die Stadt einen Aufschlag von 0,2 Cent pro Kilowattstunde für den Ökostrom investieren. Das entspricht circa einem Prozent der tatsächlichen Bezugskosten. Einschließlich der notwendigen Zertifizierung rechnet die Verwaltung für das zweite Halbjahr 2015 mit knapp 55.000 Euro und für 2016 mit rund 110.000 Euro Mehrkosten.

Strategischer Partner für die Ökostrombeschaffung sind die Stadtwerke Karlsruhe, die auch bislang den Stromeinkauf für die Stadtverwaltung abwickeln. „Wir haben die Stadt aktiv bei der Entscheidungsfindung unterstützt und freuen uns natürlich sehr über diesen großen neuen Ökostromkunden“, so Roland Schwarz, Geschäftsfeldleiter für den Vertrieb bei den Stadtwerken. „Die Stadt hilft uns mit ihrer Vorbildfunktion, auch bei anderen Kunden die Entscheidung für den Einsatz ökologischer Stromprodukte voranzubringen.“ Bisher versorgen die Stadtwerke knapp 6.800 Haushalte im Stadtgebiet, die Landeseinrichtungen sowie einzelne Unternehmen wie 1&1 oder L´Oréal mit Ökostrom.

Bereits seit einigen Jahren beziehen verschiedene städtische Gesellschaften außerhalb der Stadtverwaltung Ökostrom wie die Karlsruher Messe- und Kongress-Gesellschaft (KMK) oder die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK). Die Stadtwerke Karlsruhe decken ihren Strombedarf im Umfang von rund 30 Millionen Kilowattstunden (kWh) ebenfalls mit zertifiziertem Ökostrom.

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